Resident Evil 6 – Leon Kampagne

Resident Evil 6 – Leon Kampagne


Vom B-Movie zum Hollywood Blockbuster.

Die erste Stunde startete schwach und ich dachte schon das gesamte Spiel wird nicht mehr als mittelmäßig, doch dann überraschte es mich, hat noch ein mal die kurve bekommen und wurde zu einem tollem Blockbuster, etwas was nicht so häufig vorkommt in der Videospiel Welt.

Man startet die Disk und wird sofort hinein geworfen in das Spiel, mit den Charakteren Leon und Helena.
Erst wenn man diese kleine Passage durch hat, die einen noch nicht wirklich was über das Spiel verrät, kann man sich die Hauptkampagne auswählen. Natürlich hab ich dann auch direkt mit Leon und Helena angefangen.

Man fängt an im Campus, direkt nachdem der Präsidenten Zombie erschossen wurde. Diesen Part kennen die meisten schon aus der Demo und dieser Part soll ja bekanntlich ein wenig an die alten Resident Evil Teile angelehnt sein.
Das haut aber nicht wirklich gut hin. Meiner Meinung nach hätten sie das lieber gleich gelassen, denn das ist eindeutig der schwächste Part in der ganzen Kampagne. Zu doof das man direkt damit anfängt , denn einen ersten Eindruck kann man nicht wieder gut machen, wie man bekanntlich weiß. Zu gezwungen wollte man diesen Part hier rüber bringen. Man merkt sofort das es irgendwie nicht ganz passt.
Na gut wollen wir mal fair bleiben, nachdem man in der U-Bahn Station ist geht es ja schon Bergauf.

Eines der Hauptziele ist es mit Helena zu Kathedrale zu gelangen und den Satz, das man dringend dahin müsste, wird man ungefähr 35 mal zu hören bekommen. Ich will jetzt aber nicht zu sehr auf die Geschichte eingehen und weitestgehend Spoilerfrei bleiben. Die Geschichte zieht zwar erst ziemlich spät an, wird dann aber noch richtig gut. Ich war am Ende des Spiels zumindest sehr zufrieden.

Ich weiß zwar noch nicht wie man die beiden anderen Kampagnen gestaltet hat, aber in dieser hier reist man zu so vielen unterschiedlichen Orten, sieht so viele verschiedene Dinge und erlebt so ein großes Action Spektakel, das sie diese Kampagne alleine als einzelnes Spiel hätten verkaufen können und niemand hätte sich beschwert.
Man ist unter anderem im Präsidenten Haus, läuft durch U-Bahn Schächte, zieht durch Unterirdische Katakomben, taucht Unterwasser umher und bekämpft einen riesigen Zombie Hai, fliegt in einem Flugzeug welches außer Kontrolle gerät und schlägt sich durch einen fahrenden Zug und das war noch nicht mal alles.
Trotz alledem hat man nach diesen 8 Stunden Spielzeit noch 2 andere Kampagnen und das muss man ihnen zu gute heißen.

Wie schon erwähnt steigert sich die Leon Kampagne von Stunde zu Stunde in der man spielt und das sogar deutlich.
In den Katakomben beispielsweise hat man zum ersten mal das Gefühl das der Koop-Modus Sinn ergibt. Der eine muss einen Hebel betätigen damit der andere weiter kommt und umgekehrt. An einer anderen Stelle muss der eine Spieler an einer Kurbel drehen um einen Flammenstrahl auszulösen, während der andere die Zombies aufhält die es durchs Feuer schaffen. Die Cineastische Action dreht bis zum Schluss ordentlich auf und bis zum Finale wird es immer mehr zum kleinen Bruder von Uncharted, auch wenn nicht in der selben Liga spielt. Dazu gibt es doch zu viele kleinere Fehler, Macken und Logiklöcher.

Zb. möchte Helena das ganze Spiel über zur Kathedrale und rückt einfach nicht mit der Sprache heraus worum es geht. Wenn Leon nachfragt bekommt er nur den Satz zu hören „Das kann ich dir einfach nicht erklären, das muss ich dir zeigen“.
Ist man dann an der Stelle, befriedigt es leider nicht die Erwartungen und man fragt sich was sie einen denn nun so wichtiges zeigen wollte, das man mit Worten nicht erklären konnte. Leon versteht immer noch nichts und Helena vertröstet ihn weiter mit „Wenn wir draußen sind erkläre ich dir alles“.
Ja was denn nun? Ich dachte sie wollte uns was zeigen und jetzt will sie uns doch nur was erklären, sie kann sich auch nicht entscheiden.
Das waren zumindest meine ersten Gedanken.

Die Kamera zickt ab und an rum, hier und da schwächeln die Texturen und Munitionsknappheit spielte bei mir auch eine riesige Rolle, vor allem zum Ende hin. Das ist aber kein wirklicher Kritikpunkt denn es gibt eine Item Drop Increase Fähigkeit die ich leider übersehen habe. Damit soll man eher zu viel anstatt zu wenig Munition haben. In der Demo hatte ich übrigens auch das Gefühl das die Kamera zu dicht am Spieler dran ist, im Hauptspiel hatte ich damit aber überhaupt keine Probleme. Man merkt einfach dass das Spiel nicht ganz an die großen Brüder heran kommt, was Technik, Gameplay, Ausgereiftheit und den letzten Feinschliff angeht, das alles tut dem Spiel aber kein Abbruch. Denn das was funktioniert, funktioniert sehr gut und macht Spaß.
Kommen wir zu einem Feature welches ich wirklich genial finde und welches auch super funktioniert.

Die Online Connectivität.
Diese finde ich wirklich Weltklasse. Das Leute in dein Spiel joinen können als Zombie ist ne coole Idee und ein cooler Modus der vor allem in dem Part wo man das Haus in der Innenstadt verteidigen muss richtig gut funktioniert hat. Dieser wird aber deutlich getoppt von der Funktion, das die verschiedenen Storys irgendwann zeitweise zusammengeführt werden und man kurzzeitig zu viert spielen kann.

Bin ich in der Leon Story an einer gewissen Stelle und ein anderer ist in der Jake Story an genau der selben, Live und im selben Moment, werden die beiden Spiele kurzzeitig vereint und die beiden anderen Protagonisten werden von 1 oder 2 anderen richtigen Menschen gespielt. Das finde ich unglaublich genial.

Vor allem wenn das eine Team gerade was ganz anderes macht wie das andere und eine Etage unter den anderen agiert. Wie bei Team Chris und Team Leon, besonders da, an alle die wissen welchen Moment ich meine, hat sich das für mich richtig genial angefühlt, als es plötzlich 2 echte Personen waren die das spielten.
Ich hatte dann einfach den Gedanken, ich spiele seit 6 Stunden das Spiel und erlebe „meine“ eigene Geschichte während die anderen beiden wahrscheinlich auch seit mehreren Stunden „ihre“ ganz andere Geschichte erleben und plötzlich läuft das zusammen und man trifft sich kurz. Wie schon gesagt, genial.

Auch wenn der Hauptendgegner zu viel einsteckt und zu oft auftaucht bin ich mit der Hauptgeschichte rundum zufrieden. Das Spiel macht Spaß, die Technik funktioniert zum größten teil und Horror Passagen wie in Resident Evil 1 so wie die frei begehbare Welt, vermisste ich überhaupt nicht. Das Spiel hat sich weiter entwickelt und möchte heutzutage etwas anderes sein als die vorherigen Teile und das funktioniert auch wirklich gut. Mir hat es sehr gut gefallen und ich habe den kauf nicht bereut. Wenn ich richtigen Horror spielen will, lege ich Dead Space ein, aber dieser Horror Action Blockbuster Mix hat perfekt funktioniert.

Ich habe ja noch ganze 2 Kampagnen vor mir und freue mich einige Fragen beantwortet zu bekommen, dir mir bei den kurzen treffen mit Chris und Jake auferlegt wurden.

85%

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